Managua

Ich bin gelandet! In einer Sauna, vielleicht auch im Tropenhaus. Als wir nach einem unkomplizierten Flug (alle mit vollständigem Gepäck!) in der dunklen Hitze ankamen, war ich mehr als 24Stunden wach und nahm alles nur wie in einem Traum wahr: Der kleine Minibus der uns 21 Nica-Freiwillige abholte, durch das Getümmel der Großstadt fuhr und schließlich vor einem luxuriösen Hotel anhielt.
Dass es doch kein Traum war, realisierte ich endlich als ich in einem klimatisierten Raum erwachte und es Gallo Pinto (Nationalgericht: Reis mit Bohnen) zum Frühstück gab.
Der heutige Tag war sehr entspannt: die lustige harmonierende Freiwilligengruppe wurde wieder in einen Kleinbus geladen und eine Sightseeing der besonderen Art begann. Begleitet von zwei in Nicaragua aufgewachsenen Deutschen fuhren wir durch Managua, besichtigten das historische Stadtzentrum wie politische Versammlungsorte. Anschließend besichtigten wir noch umliegende Städte, eine Lagune, kleine Kunsthandmärkte und wurden währenddessen die ganze Zeit mit Informationen und Tipps versorgt.
Wusstet ihr dass es in Nicaragua keine Straßennamen gibt? Alles wird nur von öffentlichen Gebäuden und „bekannten“ Plätzen in Richtungen beschrieben.
Gegen Mittag (also bei euch ca. 22Uhr) hielten wir in einer kleinen Projektbücherei in dem Ort Dirijamba, wo wir von den Projektleitern mit landestypischen Spezialitäten-Buffet versorgt wurden.
Die Stimmung ist allgemein sehr gut, der eine oder andere ist noch müde, wundert sich über die Hitze und klagt über Magen oder Kopfschmerzen. Mir geht es hervorragend und meine Gedanken sind schon in Spannung und Vorfreude in Somoto, wo ich gemeinsam mit Carsten am Samstag hingefahren werde.
Jetzt sitze ich mit zerstochenen Beinen im Bett und die Warnung, dass es morgens mittags und abends Gallo Pinto gibt, hat sich bestätigt. 😀
Es ist nach Ortszeit erst 20:05 und ich beschließe ernsthaft ins Bett zu gehen, schließlich ist es bei euch schon 4:06 und ihr schlaft hoffentlich schon alle brav.
Die liebsten Grüße aus der Sauna!

4 Gedanken zu “Managua

  1. Wir wünschen Dir, dass Dich Deine Euphorie und Lebensfreude weiterhin begleitet!!
    Die Perspektive „Da vorne wirds hell“ heißt also für dich in Nicaragua: „Da vorne läuft ne Klimaanlage und da gibts sogar Autan!“ 😉

  2. Irgendwann gewöhnt man sich an die Sauna und die ständig feuchten Klamotten. Für dich hoffe ich, dass das bald der Fall sein wird.
    Der Wunsch bezieht sich auch auf das Nationalgericht. Vielleicht ist „Gallo Pinto“ bald so normal wie Brötchen mit Erdbeermarmelade. Beim nächsten Wiedersehn darfst du dann aussuchen welche Speise du zum Frühstück möchtest.

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