„Holz-Kohle“ – was daraus geworden ist

Es ist Winter in Deutschland, Winterreifen werden aufgezogen, Fenster  mit Lichterketten dekoriert und der Grill inklusive Holzkohle wird in den Keller oder die Garage verbannt. Ender der Grillsaison! Schicken wir die Holzkohle lieber nach Nicaragua. Einmal um die Welt,  bei dem Sonnenmenschen hört die Grillsaison doch nie auf?

Stimmt nicht, die „Grillkultur“ im Park oder am See ist mir in Nicaragua leider noch nicht begegnet. Über die „Holz-Kohle“ freue ich mich trotzdem unglaublich und in ein paar Wochen hoffentlich auch die Kinder der Escuelita del Mercado.

In den letzten Tagen ist die eine oder andere Nachricht über exotische „Holz-Kohle“ in Nicaragua bei mir eingetroffen und ich bin aus dem Häuschen, begeistert und allen so dankbar, die uns unterstützen, dass das Möbel-Projekt für die Escuelita realisiert werden konnte.

VIELEN LIEBEN DANK AN ALLE DIE DAS ERMÖGLICHT HABEN! 🙂

Seit Merlin und die „Holz-Kohle“  da sind geht es voran , wir konnten den Schulraum ausgemessen, haben Planzeichnungen von den Möbeln gemacht und zusammen mit dem Tischler, zu dem wir einen guten Kontakt aufbauen konnten, das Holz gekauft. Es läuft! Der Tischler Freddy ist zu dem noch ein sehr sympathischer Typ und ist von unserem Projekt so begeistert, dass er uns gerne tatkräftig mit Rat und Tat zur Seite steht.  Heute z.B.  konnten wir das Holz zurechtschneiden, begradigen und hobeln, sodass die erste aneinander geleimte Tischplatte grade in der Werkstatt trocknet. Morgen wird sie dann ihre Beine kennen lernen.

Ein schönes Projekt, zusammen mit den anderen Tischlern, Merlin und manchmal Carsten in der lichtdurchfluteten Werkstatt zu arbeiten und am Ende des Tages dreidimensional sehen zu können was man erreicht hat – mit euer Hilfe für die Kinder der Escuelita.

Riesiges Dankeschön! 🙂

Kururlaub…was noch passiert ist

Die erste Weihnachtszeit , die ich ohne meine geliebte Familie verbringe. Die erste Weihnachtszeit in der es einfach nicht kalt werden mag und der kitschig in allen Farben leuchtende Weihnachtsbaum im nicaraguanischen Hause paradox erscheinen mag. Die erste Weihnachtszeit  ohne Adventskalender, ohne Adventskranz, ohne Kakao vorm Kamin. Manno!

Mir geht es trotzdem großartig. Ich werde nicht mehr krank, inzwischen fließt das (Alltags-)Spanisch und jetzt ist auch noch Merlin da.So wurde, dass Wochenende natürlich ausgenutzt. Wir fuhren erst nach Leon und haben danach an der Lagune de Apoyo mit andern Freiwilligen gezeltet, wieder einmal am Feuer gekocht und die nicaraguanischen Temperaturen ausgenutzt, die auch noch nachts noch zum Baden einladen. Es war herrlich und die kreisrunde Langune von Bergen umgeben, Zeit und Natur ohne andere Touristen zu genießen.

Eine wunderschöne Erinnerung die all die seltsamen Erfahrungen fast wieder gut macht, die uns am Anfang des Wochenendes in Leon begegnet sind. Busse kamen nicht, Trampen funktionierte nicht, Hostals waren ausgebucht, Carsten hat man das Portemonnaie gleich zwei mal geklaut (erst den Bargeldinhalt, am nächsten Tag dann das ganze Portemonnaie) und ich habe mir mein Knie an einem auf unpraktischer Höhe abgesägten Verkehrsschild aufgeschlagen. Auf einer nicht gelungenen riesigen überteuerten Strandparty haben wir eine andere deutsche Freiwillige aufgefunden, die K.O. Tropfen abbekommen hatte.  Nicaraguanische Krankenwägen waren nicht aufzutreiben, das Rote Kreuz und Feuerwehr nicht erreichbar und die vor Ort anwesende Polizei hatte kein Interesse. Als Erfolg kann man verbuchen, dass wir es geschafft haben sie mit einem Taxi ins Krankenhaus zu bringen. Frustriert, enttäuscht und gestresst kamen wir dann nachts in unser pseudo Hospidaje an, doch als wir uns in unsere Betten fallen lassen wollten, waren sie leider schon belegt. Uns konnte nichts mehr schocken. Carsten, Merlin und ich haben dann eben auf dem Dach geschlafen um am nächsten Morgen zur Langune aufzubrechen.

Ein Kururlaub!