Kururlaub…was noch passiert ist

Die erste Weihnachtszeit , die ich ohne meine geliebte Familie verbringe. Die erste Weihnachtszeit in der es einfach nicht kalt werden mag und der kitschig in allen Farben leuchtende Weihnachtsbaum im nicaraguanischen Hause paradox erscheinen mag. Die erste Weihnachtszeit  ohne Adventskalender, ohne Adventskranz, ohne Kakao vorm Kamin. Manno!

Mir geht es trotzdem großartig. Ich werde nicht mehr krank, inzwischen fließt das (Alltags-)Spanisch und jetzt ist auch noch Merlin da.So wurde, dass Wochenende natürlich ausgenutzt. Wir fuhren erst nach Leon und haben danach an der Lagune de Apoyo mit andern Freiwilligen gezeltet, wieder einmal am Feuer gekocht und die nicaraguanischen Temperaturen ausgenutzt, die auch noch nachts noch zum Baden einladen. Es war herrlich und die kreisrunde Langune von Bergen umgeben, Zeit und Natur ohne andere Touristen zu genießen.

Eine wunderschöne Erinnerung die all die seltsamen Erfahrungen fast wieder gut macht, die uns am Anfang des Wochenendes in Leon begegnet sind. Busse kamen nicht, Trampen funktionierte nicht, Hostals waren ausgebucht, Carsten hat man das Portemonnaie gleich zwei mal geklaut (erst den Bargeldinhalt, am nächsten Tag dann das ganze Portemonnaie) und ich habe mir mein Knie an einem auf unpraktischer Höhe abgesägten Verkehrsschild aufgeschlagen. Auf einer nicht gelungenen riesigen überteuerten Strandparty haben wir eine andere deutsche Freiwillige aufgefunden, die K.O. Tropfen abbekommen hatte.  Nicaraguanische Krankenwägen waren nicht aufzutreiben, das Rote Kreuz und Feuerwehr nicht erreichbar und die vor Ort anwesende Polizei hatte kein Interesse. Als Erfolg kann man verbuchen, dass wir es geschafft haben sie mit einem Taxi ins Krankenhaus zu bringen. Frustriert, enttäuscht und gestresst kamen wir dann nachts in unser pseudo Hospidaje an, doch als wir uns in unsere Betten fallen lassen wollten, waren sie leider schon belegt. Uns konnte nichts mehr schocken. Carsten, Merlin und ich haben dann eben auf dem Dach geschlafen um am nächsten Morgen zur Langune aufzubrechen.

Ein Kururlaub!

 

Ein Gedanke zu “Kururlaub…was noch passiert ist

  1. Hallo Alina,
    schön, endlich mal wieder was von dir zu hören.
    Ich wünsche dir, das diese Advents- und Weihnachtszeit ohne all die vielen Dinge, die bis jetzt so selbstverständlich dazu gehörten, für dich eine ganz besondere Zeit wird.
    Vielleicht wird gerade dann deutlich um was es im Wesentlichen geht: Gott kommt in unsere Welt, unseren Alltag – ohne alles festliche Bimbamborium – um für immer bei uns zu sein.
    Liebe Grüße auch an Merlin

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